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„Ich werde meinen Jury-Job genießen“ | Der gebürtige Schweizer Schmuckdesigner Patrik Muff schloss eine Lehre als Goldschmied ab und absolvierte ohne Schulabschluss ein Kunststudium an der Fachhochschule Köln – wegen „außerordentlicher künstlerischer Fähigkeiten“. Zum INHORGENTA AWARD pflegt er eine ganz besondere Beziehung: Muff hat die 3,5 Kilogramm schwere Trophäe designt. 2019 sitzt er in der Jury. Zur exklusiven Gala hat er es nicht weit – denn seit 1998 lebt Muff in München.

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Der gebürtige Schweizer Schmuckdesigner Patrik Muff schloss eine Lehre als Goldschmied ab und absolvierte ohne Schulabschluss ein Kunststudium an der Fachhochschule Köln – wegen „außerordentlicher künstlerischer Fähigkeiten“. Zum INHORGENTA AWARD pflegt er eine ganz besondere Beziehung: Muff hat die 3,5 Kilogramm schwere Trophäe designt. 2019 sitzt er in der Jury. Zur exklusiven Gala hat er es nicht weit – denn seit 1998 lebt Muff in München.

Herr Muff, Sie sind einer der angesagtesten Schmuckdesigner Deutschlands. Und entwarfen die Trophäe in Diamantform für den INHORGENTA AWARD. Nun sind Sie erstmals Mitglied der Jury. Schon gespannt auf Ihren Job

Und wie! Ich freue mich wirklich sehr, dabei zu sein. Es ist toll, die Designer persönlich zu treffen und miteinander darüber zu reden, wie sich die Schmuck- und Uhrenbranche weiter entwickelt. Mitten im laufenden Betrieb mal wieder einen Blick von außen darauf werfen und sich darüber austauschen zu dürfen, ist viel zu selten der Fall. Ich werde es genießen.

Bisher haben Sie selbst Schmuckstücke kreiert. Nun sollen Sie diese bewerten. Inwiefern haben Sie Erfahrung damit?

Ich habe an der Fachhochschule in Pforzheim als Dozent gearbeitet. Dort schaut und bewertet man die ganze Zeit. Man lernt auch, offen zu sein für neue Sachen. Mit den Jahren habe ich ein Grundwissen angesammelt, das mir bei der Arbeit in der Jury sicher nützlich sein wird. Ich achte auf die Aussage des Schmuckstücks. Wer einen Totenkopf trägt, will etwas ganz anderes aussagen, als jemand, der ein florales Design bevorzugt. Außerdem frage ich mich immer: Wer könnte das Schmuckstück tragen? Das ist mir sehr wichtig.

Was raten Sie jungen Designern?

Ich habe ja schon im Alter von 14 Jahren angefangen, Schmuck zu gestalten. Mein Tipp daher: dranbleiben! Designer müssen ihre eigene Design-Sprache finden. Das kann dauern. Wenn man sie jedoch gefunden hat, ist es wunderbar.

"Ich bin besonders neugierig auf mutige, starke Design-Projekte." | Xavier Perrenoud, Designer und Professor an der Designhochschule ECAL in Lausanne, über die größten Herausforderungen für die Schmuck- und Uhrenbranche und die Bedeutung von Awards.

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Xavier Perrenoud, Designer und Professor an der Designhochschule ECAL in Lausanne, über die größten Herausforderungen für die Schmuck- und Uhrenbranche und die Bedeutung von Awards.

Was sind zurzeit die größten Herausforderungen in der Schmuck- und Uhrenbranche?

Im Moment sehen wir uns mit vielen Veränderungen konfrontiert. Es geht nicht nur um die Einstellung von jungen Menschen zum Thema Konsum. Alle Generationen verändern ihre individuellen Bedürfnisse. Die größte Herausforderung ist es, diese Veränderungen vorauszusagen, und unseren Kunden Lösungen anzubieten für Probleme, die sie selbst noch nicht kennen.

Können Sie ein Beispiel für eine ähnlich tiefgreifende Veränderung aus der Vergangenheit nennen?

Nun ja, wir sprechen aktuell viel über Digitalisierung. Ja, sie ist eine große Veränderung, aber wir sehen auch den gegenläufigen Trend. Es gibt den Smartwatch Hype und gleichzeitig das Bedürfnis nach traditionellen, mechanischen Uhren. Kunden möchten die Dinge, die sie tragen, gern verstehen. Sie wollen verstehen, warum etwas funktioniert. Auf der anderen Seite eröffnen digitale Geräte ein ganzes Feld von Möglichkeiten, die vor zehn Jahren undenkbar waren.

Wie wichtig sind Auszeichnungen für die Schmuck- und Uhrenbranche?

Zuallererst sind Preisverleihungen wichtig, weil sie Innovation fördern. Wir alle wissen, wie Anerkennung unsere Motivation und Kreativität anfeuern kann. Auszeichnungen sind außerdem eine tolle Gelegenheit, über den eigenen Tellerrand hinweg zu blicken. Sie präsentieren der Öffentlichkeit die Kreativität und verschaffen so der Schmuck- und Uhrenbranche eine breitere Sichtbarkeit. Last but not least: Informelle Treffen sind für das Knüpfen neuer Kontakte gar nicht zu überschätzen, hier ergeben sich möglicherweise wichtige neue Partnerschaften.

Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn Sie an den INHORGENTA AWARD im Februar denken?

Ich bin besonders neugierig auf mutige, starke Design-Projekte. Und ich freue mich darauf zu sehen, wie die Designer jene Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Sie arbeiten das ganze Jahr über so hart, und der INHORGENTA AWARD belohnt sie dafür. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass der AWARD dazu beisteuert, die allgemeine Kreativität innerhalb der Branche zu stimulieren.

„Design spielt immer eine wichtige Rolle im Alltag“ | ​Uhrenexperte und INHORGENTA AWARD Jury-Mitglied Gisbert L. Brunner über die Rolle des Branchenpreises und den rasanten Aufstieg der Smartwatch

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Uhrenexperte und INHORGENTA AWARD Jury-Mitglied Gisbert L. Brunner über die Rolle des Branchenpreises und den rasanten Aufstieg der Smartwatch.

Herr Brunner, wie wichtig ist der INHORGENTA AWARD?

Sehr! Und zwar, weil er sich gegenüber anderen Awards durch seine Vielseitigkeit auszeichnet. Hier werden ganz unterschiedliche Kategorien bewertet: Schmuck, Design, Marken ... Es ist alles dabei und das macht den INHORGENTA AWARD so besonders.

Warum ist es wichtig, dass Smartwatches mit dem Preis in der Kategorie SMART & CONNECTED WATCH OF THE YEAR ausgezeichnet werden?

Der Marktanteil dieser Zeitmesser liegt mittlerweile im zweistelligen Bereich. Gerade bei jüngeren Käufern sind Smartwatches beliebt. Die wollen rund um die Uhr mit der Umwelt verbunden sein und die neuesten Informationen auf dem Handgelenk ablesen. Mit diesen Uhren sind sie sofort up to date. Deswegen muss man mit der Zeit gehen und Smartwatches beim AWARD mit einbeziehen.

Wie wichtig ist für Sie das Design?

Design spielt in unserem Alltag immer eine wichtige Rolle. Die Smartwatches sollten zum Beispiel angenehm am Handgelenk liegen und benutzerfreundlich gestaltet sein. Wenn ich jedes Mal die Bedienungsanleitung brauche, ist das keine Hilfe. Die Uhr sollte intuitiv über einen einzigen Knopf steuerbar sein. Wenn ich etwa einen Musiktitel über meine Bluetooth-Kopfhörer abspiele oder einen Stadtplan zur Navigation lade, muss das einfach sein. Auch nach längerer Unterbrechung muss ich die Uhr problemlos bedienen können. Ob einem das äußere Design der Smartwatch gefällt, hängt vom persönlichen Geschmack ab.

„Viele Bewerber haben den Art Déco wiederentdeckt“ | ​Anja Heiden, INHORGENTA AWARD-Jurorin und Mitglied der Juwelier-Wempe Geschäftsleitung für Schmuck und Juwelen, über Zeitgeschmack und den Branchenpreis.

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Anja Heiden, INHORGENTA AWARD-Jurorin und Mitglied der Juwelier-Wempe Geschäftsleitung für Schmuck und Juwelen, über Zeitgeschmack und den Branchenpreis.

Frau Heiden, ist die Auszeichnung in der Kategorie FINE JEWELRY ein Ansporn für Schmuckdesigner?

Ich denke, dass der INHORGENTA AWARD nach der tollen Premiere im vergangenen Jahr im Bewusstsein der Künstler und Unternehmen angekommen ist – und dass sich bestimmt einige Designer dadurch angespornt fühlen. Das ist einfach gut für unsere Branche.

Worauf achten Sie als Jurorin bei den eingereichten Schmuckstücken?

Die Verwendung von hochwertigen Materialen ist wichtig für mich und natürlich die Gestaltung. Das Design sollte sich nicht am aktuellen Geschmack orientieren, sondern etwas zeitloser sein. Am Ende des Tages verkaufen wir einzigartige Kostbarkeiten. Die Kunden sollten bei der Kaufentscheidung nicht den Eindruck bekommen, dass ihr Schmuckstück im nächsten Jahr wieder out sein könnte.

Haben Sie bei den Einreichungen Trends entdeckt?

In der Kategorie FINE JEWELRY geht es um Echtschmuck, um Schmuckstücke, die lange getragen werden sollen –das widerspricht meiner Meinung nach dem Begriff Trend. Ich mag lieber den Ausdruck Zeitgeschmack, denn genau dadurch wird hochwertiger Echtschmuck geprägt. Insgesamt fällt mir auf, dass die Bewerber den Art Déco wiederentdeckt haben und ein schlichteres Design bevorzugen.

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